Verein zur Erhaltung bedrohter Tierarten
und ihrer Lebensräume e. V. Tübingen VEbTiL

als gemeinnützig anerkannt

BIOTOPSCHUTZ

ARTENSCHUTZ

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Übrigens: Der VEbTiL ist schon 29 Jahre alt!


Wer wir sind

Wir sind ein kleiner, im Landkreis Tübingen ehrenamtlich aktiver Naturschutzverein. Gegründet am 19.3.1981 (VR Tübingen Nummer 606, Satzung) zur Verhinderung illegaler Tierimporte beschäftigen wir uns heute mit verschiedenen anderen Projekten.

Als praktische Arbeit führen wir regelmäßig Arbeitseinsätze zur Biotoppflege durch, um der Regression unserer gewachsenen Kulturlandschaft entgegenzuwirken und so die heimische Artenvielfalt zu erhalten und Lebensräume aus naturschutzfachlicher Sicht zu verbessern.

Wir führen ebenso faunistische und floristische Kartierungen durch, um die Schutzwürdigkeit einzelner Gebiete herauszustellen.

Da es mit Geländearbeit alleine leider nicht getan ist, sind wir auch lokalpolitisch aktiv. So ist es ein endloses Unterfangen, die Naturschutzbehörden auf Mißstände und Versäumnisse hinzuweisen. Straßenneubauten, Neubaugebiete oder andere Planungen geben immer wieder dringenden Anlaß, in den Prozeß der Entscheidungsfindung einzugreifen. Hierzu versuchen wir auch durch Naturführungen und an Informationsständen Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

1995 haben wir in diesem Zusammenhang den Umweltpreis des Schwäbischen Tagblattes für unser Engagement zum Schutze des Steinenbergs erhalten.

Projekte, an denen wir derzeit arbeiten sind unter anderem:

• Wir haben uns energisch gekümmert um die Erhaltung des Holderfelds in Tübingen als Lebensraum zahreicher besonders und streng geschützter Arten, das nun leider aufgrund des Drucks von SportlerInnen durch den Bau eines weiteren Sportplatzes zerstört wird.

• Wir führen regelmäßig Pflegeeinsätze auf Grundstücken auf dem Spitzberg (Gewanne Sonnhalde und Ödenburg), sowie vor allem auf dem Steinenberg, der Roten Steige, dem Ursrain und in Hirschau (Gewanne Genkinger, Kirchsteige, Riedweingärten, Grund, Unteres Tal, Oberes Tal) durch.

• Das Schloß Hohentübingen beherbergt eine der größten Fledermauskolonien Baden-Württembergs. Um deren Schutz - insbesondere im Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen auf dem Schloß - sind wir seit Jahren bemüht.

• Ebenfalls betreuen wir eine Kolonie von Mauereidechsen zu Füßen des Schlosses Hohentübingen, die allerdings auf eine ehemalige Aussetzung zurückgeht.

• Als Dauerprojekt muß genannt werden, Behörden auf Missstände und Versäumnisse hinzuweisen.

• Lokalpolitisch arbeiten wir jeweils an aktuellen Themen mit.

Alle, die Interesse am Naturschutz haben, sind herzlich eingeladen, bei uns mitzumachen. Sowohl praktisches, als auch politisches Engagement sind gefordert.

Natürlich ist unser Engagement auch mit Kosten verbunden, seien es die Anschaffung und Instandhaltung von Arbeitsgeräten, Informationsschriften oder die Kosten für die Organisation von Informationsveranstaltungen.

Deswegen sind wir unter anderem auf Spenden angewiesen, die wir ausschließlich im Sinne des Naturschutzes verwenden und dankbar (wenn gewünscht gegen Spendenbescheinigung) entgegennehmen.

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Aktuelle Projekte

  • Biotoppflege in zahlreichen vereinseigenen Grundstücken: Mahd von Streuobstwieden und ehemaligen Weinbergterrassen, Zurückdrängen der Verbuschung und Instandhaltung von Trockenmauern sowie wissenschaftliche Begleituntersuchungen;
  • Pacht mehrerer ökologisch wertvoller Grundstücke auf dem Steinenberg und Bewirtschaftung/Biotoppflege unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten zur Wiedererlangung von Magerwiesen, auch für die Schafbeweidung, seit 1997;
  • Organisation und Begleitung von weiteren Pflegemaßnahmen im Rahmen der für den Bau der Universitätsklinik Tübingen vorgesehenen Ausgleichsmaßnahmen im Bereich der Neuhalde/Tübingen, darunter das Reparieren, Wiederaufrichten und Instandhalten von Trockenmauern sowie großflächige Entbuschung; Patenschaft für das flächenhafte Naturdenkmal "Schwarzer Streifenfarn"/Tübingen, einem landesweit bedeutsamen Vorkommen dieses Farns;
  • Biotoppflege in zahlreichen Grundstücken am Südhang oberhalb von Hirschau;
  • Biotoppflege im Gewann Sonnhalde /Tübingen im Rahmen einer Patenschaft mit der Stadt Tübingen seit 1993 zur Erhaltung der Pfeifengraswiese mit Vorkommen verschiedener seltener Pflanzenarten (u.a. Lungenenzian – Gentiana pneumonanthe, Geflecktes Knabenkraut – Dactylorhiza maculata, Wald-Läusekraut – Pedicularis sylvatica, Niedrige Schwarzwurzel – Scorzonera humilis, Färberscharte – Serratula tinctoria): Mahd und Beseitigen von Gehölzaufwuchs; Patenschaftsvertrag mit der Stadt Tübingen seit 1997;
  • Mitwirkung an der Betreuung der Fledermauskolonie im Schloß Hohentübingen: Ausflugskontrollen und -zählungen, Aufzucht verunglückter Jungtiere;
  • Biotoppflege am Schloß Hohentübingen: Freihalten von Mauern zur Erhaltung der dort lebenden Mauereidechsenpopulation, Beseitigen von Gehölzaufwuchs;
  • Stellungnahmen zu Straßenbau- und Schutzgebietsplanungen, auch in Zusammenarbeit mit dem Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, z. B. Neubau B 28 TÜ-Rottenburg, B 27 Dußlingen-Bläsibad, Stellungnahme NSG Kochhartgraben;
  • Anbringen von Nistkästen für Dohlen in der Tübinger Platanenallee und vor der Burse als Ersatz für verlorengegangene Brutplätze im Schloß Hohentübingen, der Stiftskirche und der anliegenden Kamine der Altstadt in Zusammenarbeit mit der Stadtgärtnerei Tübingen;
  • Pflegemaßnahmen auf, sowie Optimierung eines Standorts des Zottigen Spitzkiels (Oxytropis pilosa) am Spitzberg.
  • Biotoppflege am Ursrain, in Zusammenhang mit der kartierung der Feuersalamanderpopulation
  • Pflanzung von hochstämmigen Obstbäumen alter Sorten im Stadtgebiet von Tübingen (Bärenspitz, Galgenberg, Neuhalde, Rittweg, Steinenberg, Wetzelwiese) und Erhalt alter Bäume durch Pflegeschnittmaßnahmen auf städtischen und landeseigenen Grundstücken;
  • Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit an Stellungnahmen zu verschiedenen Brennpunkten lokaler Naturschutzpolitik, z.B. Steinenberg/Tübingen im Zusammenhang mit dem Neubau von Universitätskliniken; dieses Engagement war Anlaß für die Verleihung des Umweltpreises des Schwäbischen Tagblatts 1995;
  • Engagement von mehreren Vereinsmitgliedern im Naturschutzdienst des Landes Baden-Württemberg als ehrenamtliche Naturschutzwarte.

Ehemalige Projekte

  • Im Jahr 1990 erschien ein vom VEbTiL e.V. herausgegebenes Buch über das mittlerweile als NSG ausgewiesene "Bühler Tal" bei Tübingen als ein Ergebnis jahrelanger öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten im Zusammenhang mit dem geplanten Bau eines Staudamms;
  • Öffentlichkeitsarbeit und Mitarbeit an Stellungnahmen zu verschiedenen Brennpunkten lokaler Naturschutzpolitik, z.B. Steinenberg/Tübingen im Zusammenhang mit dem Neubau von Universitätskliniken; dieses Engagement war Anlaß für die Verleihung des Umweltpreises des Schwäbischen Tagblatts 1995;
  • Um dessen Schutzwürdigkeit herauszustellen, führten wir eine breit angelegte Kartierung des Ammertals westlich Tübingens durch. Mittlerweile wurde das Gebiet als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
  • Organisation einer naturkundlich-historischen Dokumentation über das Untere Ammertal bei Tübingen und Mitwirkung daran [das erste Heft ist im März 1999 erschienen, das zweite im März 2001];
  • Organisation von Maßnahmen zur Erhaltung des "Iris-Weihers" auf der Spitzberg-Hochfläche sowie eines Tümpels auf dem Steinenberg in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Tübingen und der Umweltbeauftragten der Stadt Tübingen;
  • Beseitigung des Unterwuchses in einer historischen Baumreihe von Maronen (Castanea sativa) auf dem Heuberg/Tübingen;
  • Mitwirkung bei Zählungen von wandernden Amphibien im Bereich der L 372 zwischen Unterjesingen und Wurmlingen in Zusammenarbeit mit der NABU-Gruppe Tübingen und weiteren naturkundlich interessierten BürgerInnen aus Unterjesingen und Wurmlingen sowie Mitarbeit beim Bau von Kleintierleiteinrichtungen an Straßen;
  • Federführung beim Antrag auf Ausweisung eines flächenhaften Naturdenkmals "Wurmlinger Gipsbrüche";
  • Organisation und Begleitung von Pflegemaßnahmen an § 24a-Biotopen im Stadtgebiet von Tübingen;
  • Biotoppflege am Galgenberg.
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Dokumentation
Titelblatt Heft 1

Das erste Heft zur Kartierung des Ammertals:

Die Tübinger Fauna und Flora, Beiheft. Band 1. 1999. ISSN 1437-8531

  • Andrea Hoffmann: Das Ammertal zwischen Tübingen und Pfäffingen Einladung zu einem historischen Spaziergang
  • Frank Westphal: Geologie und Landschaft des Ammertals zwischen Pfäffingen und Tübingen
  • Hendrik Turni: Die Säugetiere im Ammertal bei Tübingen
  • Martin Engelhardt, Michael Koltzenburg: Historische Angaben zur Flora des Ammertals
  • Michael Koltzenburg: Das Untere Ammertal bei Tübingen im Hinblick auf die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union (92/43/EWG)
  • Antrag auf Ausweisung eines flächenhaften Naturdenkmals "Wurmlinger Gipsbrüche"
(leider vergriffen! In der Uni-Bibliothek Tübingen ausleihbar.)

Titelblatt Heft 2

Das zweite Heft zur Kartierung des Ammertals:

Die Tübinger Fauna und Flora, Beiheft. Band 2. 2001. ISSN 1437-8531

  • Heiko Gebhardt: Bemerkenswerte Käferfunde aus dem Ammertal bei Tübingen
  • Michael Koltzenburg, Martin Engelhardt: Gefäßpflanzenarten im Unteren Ammertal - ein Vergleich der historischen und aktuellen Befunde
  • Ingo Ammermann, Marc Süsser, Vera Weisbecker: Qualitative Bestandserfassung der Brutvögel im Ammertal 1998
  • Andreas Laemmert: Avifaunistische Untersuchung 1999/2000 im Ammertal bei Tübingen unter besonderer Beachtung der Schilf- und Feuchtwiesenbewohner nebst den anderen beobachteten Tieren der Roten Liste
(leider vergriffen! In der Uni-Bibliothek Tübingen ausleihbar.)

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Kontaktadresse

Nina Gaul
nina (at) vebtil.de


Bankverbindung
VEbTiL e.V.
Kto.-Nr. 289034
Kreissparkasse Tübingen
BLZ 641 500 20

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Seite aktualisiert am: 20.08.2010